Michael Stiebler steckt im WM-Maskottchen

Deutschland feiert seine Handball-Helden. Drei Wochen lang fesselte die Truppe von Heiner Brand mit ihrem unbändigen Siegeswillen die Fans in Hallen und an Bildschirmen. Einen Hagener Akteur suchte man im Aufgebot des Weltmeisters vergeblich. Dennoch war ein Volmestädter beteiligt, das Team zum WM-Titel zu peitschen: Michael Stiebler als Maskottchen „Hanniball“. ,lch hätte mir vor der WM nie erträumt, was für eine tolle Geschichte daraus werden würde“, erzählt der Hasper von den vergangenen Wochen, in denen er einen der Hockey-Arenen, der OBI-Biber beim Basketball Oder „Areni“, das Hausmaskottchen der Kölnarena. Natürlich sitzt und steht er dann immer in der ersten Reihe. „Zum Job des Maskottchens gehört auch eine ordentliche Kondition.“ ,Das Gefühl kann man einfach nicht beschreiben, wenn man vor 19 000 Zuschauern in Köln einläuft. Bei den Krimis gegen Spanien und Frankreich brauchte ich das Publikum gar nicht sonderlich zu motivieren. Die Leute waren genauso heiß wie die Mannschaft“, staunte er über die Welle der Euphorie, die durch die Hallen schwappte.

Und „Hanniball“ erlangte in Windeseile Kultstatus. Nach Viertel- und Halbfinale in der Kölnarena jubelte Stiebler im Kostüm stets an vorderster Partyfront mit. Zu einem Kontakt mit den Spielern abseits des Feldes kam es aber nicht.
Wir haben in den Katakomben Shake-Hands gemacht, dabei ist es dann aber auch geblieben“, berichtet der Chef-Stimmungsma-
cher. Verwundert war er allerdings über die Populärität des Maskottchens selbst. Viele Autogrammjäger baten um Unterschriften und Fotos mit dem lustigen Eichhörnchen.

Michael Stiebler war während des Turniers nicht der einzige „Hanniball“, der die Zuschauer in beste Laune versetzte. Ein Team von sechs Leuten sorgte für Stimmung. Beim Finale zwischen Deutschland und Polen waren zwei Eichhörnchen bei der Sieges-Zeremonie auf dem Spielfeld. „lm Finale war ich ,Areni‘, das Maskottchen der
Kölnarena.“ Nachdem er die Zuschauer empfangen hatte, saß er während des Spiels im Publikum. Und konnte Handball genießen.