Er kam, sah und übärzeugte.
So sarkastisch es auch klingen mag, ETBär Heinz war ganz klar einer der Höhepunkte der sportlich tristen Saison 2005/2006. Der plüschige Petz war den ETB-Basketballern vor gut einem Jahr zugelaufen und feierte eine übärragende Premierensaison im schwarz-weißen Trikot. Die Fans wussten das durchaus zu schätzen: Sie wählten ihren Heinz per Onlinevoting zum „Spieler des Jahres“. Und das, obwohl das Maskottchen keinen einzigen Korb erzielt hatte. „lrgendwo ist das schon eine schräge Sache, wenn die pelzige Stimmungskanone zum Spieler des Jahres gewählt wird.

Nicht sehr ruhmreich für die eigentlichen Spieler“, grinst ETB- Geschäftsführer Dr. Jan Teigelack, „auf der anderen Seite hat er es verdient. “ Heinz bringt viele Vorteile mit auf den Basketballcourt: Er sieht trotz seines Übärgewichts unverschämt gut aus, er irritiert den Gegner und unterhält die eigenen Fans selbst bei übelsten Spielverlaufen mit kauzigen Kapriolen, Mal ganz ehrlich: Wer macht schon den Diver, wenn das eigene Team mit 30 Punkten hinten liegt? Und das im Hawaii-Hemd? Natürlich nur Heinz.

Mittlerweile hat Heinz auch bundesweite Prominenz generiert. Auf Einladung von Stefan Raab nahm das ETB-Maskottchen an der „1. offiziellen TV total Maskottchen Weltmeisterschaft“ teil. Da der Petz im Backstage-Bereich seinen Bärliner Konsum jedoch nicht einschränken konnte, trat er mit übelsten Bauchschmerzen zum Vorlauf an und schied hauchdünn aus. Selbstverständlich wurde Heinz jedoch Weltmeister der Herzen und steht aufgrund seiner telegenen Optik mit mehreren Fernsehstationen in Verhandlungen über eine eigene Daily Soap. „Gute Bären, schlechte Bären“ lautet der persönliche Vorschlag von Heinz.

Einziges Problem der ganzen Heinz-Euphorie: Der Pelzkollege brachte zu den Vertragsverhandlungen für die neue Saison einmal
mehr seinen knallharten Bärater mit, der eisern um die Prämien pokerte. „Bei Aufstieg Bärliner bis ans Lebensende“, forderte der
Ein Hingucker — Heinz auch!

Bärater, ETB-Geschäftsführer Dr. Jan Teigelack lenkte schließlich ein: „Er bleibt unser wichtigster Bär auf dem Court.“